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Nachtwanderung

Bei der Weihnachtsfeier der Naturschutzgruppe des HGV Lohmar entstand die Idee, eine Nachtwanderung in den Lohmarer Wald mit anschließender Einkehr zu organisieren.
Am 24.Februar traf sich in den Abendstunden eine Gruppe von 24 Personen. Ausgerüstet mit gutem Schuhwerk und Taschenlampen ging es in die Nacht hinein.
Unterwegs wurden geschichtliche Punkte angelaufen, die von Gerd Streichardt erklärt wurden.
So wurde ein alter "Bittweg" in den Feldern der Burg Lohmar erklärt, die Grundrisse der Baracken der Besatzungssoldaten der Engländer, Franzosen und später der Marokkaner, die von 1919 bis 1926 mit über 900 Mann für angebliche Sicherheit zu sorgen hatten. Das Lager wurde im November 1926 abgerissen und heute kann man nur die Grundmauern erkennen.
Weiter ging der Weg in Richtung Siegburg. Beim Überschreiten des Rothenbaches wurde die Grenze zwischen Siegburg und Lohmar erreicht. Hier war jahrelang ein großer Bauernhof, der sog. Widdauer Hof mit Mühle. Heute kann man nur von den Verwerfungen erkennen, dass dort Gebäude gestanden haben.
Der Gedenkstein an den Oberförster Kleinschmidt war den wenigsten bekannt. Oberförster Kleinschmidt war von 1846 bis zu seinem Tode am 20.5.1878 verantwortlich für den gesamten Lohmarer und Siegburger Staatsforst.
Zu seiner Zeit war eine große Mückenplage im Umfeld. Durch die Stiche der schwarzen Mücke verlief die Krankheit mit hohem Fieber zum vielfachen Tod. Er erreichte, dass alle Teiche im Lohmarer Wald trocken gelegt wurden. - Die Mücke und die Krankheiten verschwanden.
Mit einem gemütlichen Ausklang im Waldeck endete der Abend.